Newsbericht aus der BrettspielWelt

Narren, Zauberer und Fantasy im Spiel

1000 Taler Wizard-Rätsel

Da die Einführungsgeschichte diesmal etwas ausführlicher geraten ist, ich aber trotzdem möchte, dass sie noch jemand liest, habe ich ein Rätsel in der Geschichte versteckt: Alle Personennamen der Geschichte haben einen realen oder fiktiven Bezug zu ihrer Person. Die Namen sind in verschiedener Weise "verrätselt" und eure Aufgabe ist es, den richtigen Namen, der dahintersteckt, auszuknobeln. Schickt die Lösung mit den 14 Namen und ihren Auflösungen bis zum 16.12.07 an Nessi.

Natürlich gibts auch etwas zu gewinnen: Die ersten 10 Einsender, die alle 14 Namen korrekt entschlüsseln, dürfen sich über 1000 Taler freuen, für mindestens 12 richtige Namen gibt es noch 500 Taler und für mindestens 10 richtige erhalten die Rätsellöser noch 250 Taler. Beachtet bitte auch den dazugehörigen Thread im Forum.

Dann mal viel Spaß beim Lesen, Entschlüsseln und anschließendem Spielen.

Wizard Cover

Lilyvret wickelte ihren Elfenmantel aus gesponnenen Mimosenblüten fester um ihre fröstelnden Schultern. Die sternenklare Nacht hatte dem Land die Wärme des letzten Tages vollständig entzogen.

Ihre Gedanken schweiften zurück: Schon als Kind war sie oft an diesem magischen, geheimnisvollen Ort gewesen - damals noch mit ihrem Vater, als einem der Vertreter für das Elfenvolk. Er hatte sie immer unter seinen warmen Elfenmantel gezogen, wenn es ihr zu kalt wurde oder der Anblick der Riesen sie verschreckte. Doch der letzte Winter raubte ihm seine eh schon geschwächten Kräfte vollends und nahmen ihn von seinem Volk. Nun war es an ihr, Lilyvret, ihr Volk zu vertreten und es gab keinen warmen Mantel, unter dem sie sich verkriechen konnte.

Sie trat von einem Fuss auf den anderen und ließ dabei ihren Blick umherschweifen. Dort drüben, an einen der heiligen Steine gelehnt, saß Krykulus und verspeiste gerade ein gebratenes Wildschwein. Diese Riesen haben auch immer nur das Eine im Sinn, murmelte Lilyvret, während ihr Blick weiter die Runde machte. Etwas links des großen Steintores, vor einem prächtig geschmückten Zelt, verweilte der Ritter Gabier. Edel und stolz wirkte er, wie er so da stand, die Augen an den östlichen Horizont geheftet. Auch Lilyvrets Blick schweifte nun sehnsuchtsvoll nach Osten. Dort konnte man bereits einen Schimmer des sich ankündigenden Morgens erahnen. Heute war der Tag der Sommersonnenwende, seit jeher ein bedeutender Tag für die Mitglieder ihres Volkes. Wenn die ersten Sonnenstrahlen durch die Elemente des mächtigen Steinkreises brechen würden, würde der Wettkampf beginnen. Der Wettkampf der fünf Fürsten des Landes, deren Streiter sich aus Elfen, Menschen, Riesen und Zwergen zusammensetzten, war seit alters her der Höhepunkt des Jahres. Jedes Volk schickte dazu seine 15 würdigsten Vertreter hierher in den Süden der großen Insel. Doch nicht alleine Kraft, Mut oder Geschicklichkeit waren für einen Erfolg vonnöten, bei diesem Kräftemessen entschied vor allem die Gabe der Vorhersehung.

Elfen

Ein leises Murmeln ging durch die Reihen der versammelten Menge: der erste Sonnenstrahl schickte sich an, den Steinkreis zu erhellen. Und da ertönte auch schon der durchdringende Klang der Carynx, die den Beginn des Wettkampfes signalisierte. Alle Augen richteten sich erwartungsvoll auf die kleine Anhöhe, auf der - erhaben und geheimnisumwoben wie immer - Lemrin stand, das Horn an seinen Lippen, sein Umhang im Winde flatternd. Er ließ das Horn sinken und erhob seine warme, tiefe Stimme, die auch bis zum letzten Wartenden hinüberschallte. Es folgte die jährlich Begrüßungsrede und die Erläuterung der Regeln für all die, die in diesem Jahr zum ersten Mal teilnahmen. Dann wies Lemrin allen Teilnehmern ihre Plätze im Steinkreis zu.

Zwerge

Die fünf Fürsten des Landes nahmen auf den fünf gezimmerten Holzthronen vor den fünf Trilithen im inneren Kreis Platz und suchten sich geheim ihre Vertreter für die erste Runde aus den vier versammelten Völkern aus. Lemrin beobachtete die Wahl mit wachsamem Blick und zog nun, da jeder Fürst seine Wahl getroffen hatte, seine magischen Runensteine aus einem Beuteln unter seinem weiten Umhang hervor. Mit einer bedeutungsvollen Geste warf er sie in die Mitte des Steinkreises. Der zentrale Stein würde das mächtigste Volk für diese Runde bestimmen. Alle Augen starrten gebannt zu Boden. Lemrin besah sich die Verteilung der Steine, bückte sich langsam und hob einen Stein auf. Alle hielten den Atem an. "Edgar Windsor" - ein Krieger der Menschen". Alle Fürsten zogen sich nun zur Beratung zurück. Ihre heikle Aufgabe war es nun, die Stärke ihrer gewählten Vertreter abzuschätzen und vorauszusehen, ob der eigene Gewählte gegen die Gegner siegen würde. Als die Bedenkzeit abgelaufen war, verkündeten die Fürsten nacheinander ihre Vorhersagen. Richard the Trubon und Rub O'Brian wollten jeweils den Sieg für sich beanspruchen; die anderen Fürsten schätzen ihre Chancen schlechter ein und wagten keine Siegprognose für ihre Kämpfer.

Menschen

MacTheb, der gefürchtete Fürst Kaledoniens schickte Baha, einen Zwergenfischer, in die Mitte des Steinkreises. Damit setzte er das Wahlvolk für diese Runde fest. Fürst L'Naihroet, der Nachkomme eines Sohnes von Julius Caesar und einer keltischen Zauberin, hatte ebenfalls einen Vertreter des Zwergenvolkes gewählt und schickte Donaldkin, den tapferen Feldherren ins Rennen. Damit lag er vor dem Fürsten Kaledoniens. Doch es standen ja noch drei Vertreter aus. Nun war der Hugh Rats, Fürst von Cornwall an der Reihe. Er hatte Lilyvret, die Königin der Elfen auserwählt. Auch wenn sie eine der stärksten Vertreterinnen im Feld war, in dieser Runde war ihr Volk weder das ausgelost mächtige noch das Volk des Erstwahlrechtes. Mit gesenktem Blick schritt sie deswegen zu den beiden Zwergen, wohlwissend, dass sie dem Fürsten von Cornwall keine große Hilfe gewesen war.

Riesen

Siegessicher schickte nun Richard the Trubon, Fürst des bergigen Westens, den keltischen Händler Marc O'Fox nach vorne. Als bisher einzig gewählter Mensch war er nur noch von einem stärkeren Mensch zu übertreffen. Trubon glaubt seinen Rundensieg schon sicher und aller Augen richteten sich auf Rub O'Brian den heldenhaften Fürsten der Insel im rauhen Westen. Würde er den Händler der Menschen noch übertrumpfen können? Langsam löste sich eine hohe Gestalt hinter dem Fürsten und trat nach vorne. Die Menge tuschelte und sah Trubon schon als Sieger, denn dieser Vertreter war eindeutig vom Geschlecht der Riesen und konnte Marc O'Fox somit nicht übertreffen. Doch als er in der Mitte angekommen war und sein Cape zurückschlug, stockte allen der Atem. Es war Red Draigh, der mächtigste Zauberer der Riesen. Richard the Trubon knirschte mit den Zähnen: Er hatte auf Sieg getippt und trotz seines menschlichen Vertreters die Runde verloren. Alle Fürsten außer ihm erhielten nun den Bonus der wahren Vorhersagung und Rub O'Brian bekam auch noch den Lohn des Sieges. Alle Vertreter kehrten wieder zu ihrem Volk zurück und Lemrin läutete die zweite Runde ein, in der nun jeder Fürst zwei Vertreter wählen konnte.

Der Wettkampf lief noch den ganzen Tag und war erst zu Ende, als die letzten Sonnenstrahlen dieses längsten Tages des Jahres sich aus dem Steinkreis zurückzogen. Lemrin stand wieder auf der kleinen Anhöhe und wieder richteten sich alle Blick gespannt auf ihn. Nun würde verkündet werden, wer für das kommende Jahr den erstrebten Titel tragen dürfte - den Titel, weswegen sie sich alle hier versammelt hatten: wer würde wohl der neue Wizard ...?